Klimaanpassungsnetzwerk fuer die Modellregion Nordhessen

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Ferienspiele mit CO2-Elefanten

Was CO2-Elefanten sind und in welchem Zusammenhang CO2 mit unserer Ernährung

steht, damit beschäftigten sich interessierte Mädchen und Jungen bei einem Workshop

im Rahmen der Ferienspiele des Sozialen Stadtteilladens Heuberg. Konzipiert und

begleitet wurde der Workshop von den Klimaanpassungsbeauftragten Dr. Miriam

Bornholdt aus dem Werra-Meißner-Kreis und Tanja Müller aus dem Landkreis Waldeck-

Frankenberg, die auf Einladung der VHS Eschwege das Programm um den Klimaaspekt

ergänzten.

Sozialer Stadtteilladen Heuberg: Ferienspiele mit CO2-Elefanten!

 
„Lecker und gut“ – so lautet das diesjährige Motto der Ferienspiele im Sozialen Stadtteilladen
Heuberg, in denen sich die Kinder mit ganz unterschiedlichen Gesichtspunkten rund um das
Thema Ernährung befassen. Unterstützt von den beiden Klimaanpassungsbeauftragten fanden
sie heraus, dass unsere Essgewohnheiten einen ganz erheblichen Beitrag zum Klimawandel
leisten. „Was in Deutschland auf den Teller kommt, verursacht rund zwei Tonnen CO2 pro Jahr“,
erklären Miriam Bornholdt und Tanja Müller. Den Kindern machen sie diese Mengen anhand
von CO2-Elefanten begreiflich: „Ein junger Elefant wiegt ungefähr eine Tonne, folglich können
die ernährungsbedingten zwei Tonnen CO2 mit zwei Elefanten verglichen werden.“

 


Am Beispiel von realen Produkten und Hilfsmitteln wie Weltkarte oder Saisonkalender erhielten
die Grundschüler ein Bild davon, welchen Einfluss Transport, Anbaumethode oder Verarbeitung
auf die Klimabilanz von Nahrungsmitteln besitzen und warum es nicht sinnvoll ist, im Winter
Erdbeeren zu naschen. Eine hohe Motivation kam außerdem bei der Bewertung von Kartoffel,
Heidelbeere und Co. auf: „Weil Äpfel aus Neuseeland weit gereist sind, gibt es eine rote Karte in
Punkto Klimafreundlichkeit“, erläutern die Kinder, „eine grüne Karte verdient nur heimisches
Obst und Gemüse, dass gerade Saison hat und nicht in Unmengen von Plastik verpackt ist.“
Abschließend wurde gemeinsam über Möglichkeiten diskutiert, wie man in Sachen Ernährung
dem Klimawandel begegnen kann. Die auf Postern und Karteikärtchen dokumentierten
Ergebnisse kommen beim gemeinsamen Frühstück mit dem Ersten Kreisbeigeordneten erneut
zum Einsatz, worüber sich die Kinder ganz besonders freuten.

 


Miriam Bornholdt und Tanja Müller bewerten den Vormittag als „vollen Erfolg“. Zu ihren
Aufgaben im Verbundprojekt KLIMZUG Nordhessen zählt unter anderem die kreisübergreifende
Zusammenarbeit mit dem Ziel, das Themenfeld Klimawandel in der Region zu verankern. Wie
die Erfahrung zeigt, gelingt dies am besten über die Verknüpfung zu alltäglichen Dingen, zum
Beispiel der Ernährung!