27. – 29. Mai 2013, Dresden
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11. – 12. Juni 2013, Dessau
2. – 3. September 2013, Göttingen

Insbesondere für alte und hochbetagte Menschen, chronisch Kranke und Kinder sind mit der Zunahme von Hitzewellen zum Teil erhebliche gesundheitliche Risiken verbunden. Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation zufolge verstarben im Hitzesommer 2003 alleine in Westeuropa rund 35.000 Menschen an den Folgen der extremen Hitze. Wissenschaftliche Schätzungen gehen für Deutschland von 7.000 Hitzetoten aus. Es ist davon auszugehen, dass die Anzahl derjenigen, die aufgrund der Hitze vorübergehend erkrankten, weit höher liegt.
Im Projekt PräKom werden Strategien, Instrumente und Maßnahmen entwickelt und erprobt, die geeignet sind, ältere und hochaltrige Menschen in ihrem häuslichen Wohnumfeld vor Hitzefolgekrankheiten zu schützen. Neben der Entwicklung eines eigenen aufsuchenden Beratungsangebotes, wird im Projekt - exemplarisch im Stadtteil West und der Gemeinde Lohfelden - je ein Sozialraum bezogenes, interdisziplinäres Netzwerk zur Prävention von Hitzerisiken aufgebaut und evaluiert, dem neben dem Gesundheitsamt, Ärzten und Pflegeexperten, auch Vertreter der kommunalen Altenarbeit, der Orts- und Seniorenbeiräte, der Kirchen und der Zivilgesellschaft angehören.
Flankierend hierzu werden mit wichtigen Akteuren Handlungsempfehlungen für ein systematisches Vorgehen im Bedarfsfall erarbeitet, die Gegenstand regelmäßiger Schulung von Professionellen und Laien werden sollen. Zur Einschätzung des individuellen Erkrankungsrisikos bei extremer Hitze wird ein Instrument zur Erfassung hitzeassoziierter Gesundheitsrisiken gemeinsam mit der Hochschule Fulda (siehe "Gesundheits- prävention") entwickelt und erprobt. Zudem wird die Machbarkeit eins Hitze-Monitoring-Systems für die Stadt Kassel geprüft.
Das Gesundheitsamt arbeitet im Klimzug-Nordhessen-Verbund insbesondere mit Gesundheits- und Pflegewissenschaftlicherinnen der Hochschule Fulda (siehe hierzu "Gesundheitsprävention"), dem Institut Berufliche Bildung (siehe auch "Qualifizierung") sowie dem Institut Umweltmetereologie der Universität Kassel (siehe "Regionalklimatologie") zusammen. Darüber hinaus führen das Gesundheitsamt gemeinsam mit der "Klimaanpassungsakademie" in regelmäßigen Abständen Workshops und Veranstalt- ungen durch. Die "Klimaanpassungsbeauftragte" von Stadt und Landkreis Kassel unterstützt das Projekt im Rahmen der Vernetzung und des Transfers.
Das Gesundheitsamt arbeitet im Projekt PräKom sehr eng mit unterschiedlichen Akteuren aus Stadt und Landkreis zusammen:
Dr. Karin Müller (Email) (Projektleitung) Tel.: 0561-1003 1900
Dipl. Pflegew Markus Heckenhahn, M.Sc. (Email) (Ansprechpartner) Tel.: 0561-1003 1982
Dr. Markus Schimmelpfennig (Email), Tel.: 0561-1003 1962
Weitere Informationen: Gesundheitsamt Region Kassel, Wilhelmshöher Allee 19-21, 34117 Kassel